"Offene Weite - nichts von heilig."

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Sonntag, 20. November 2011

Adventszeit stille Zeit?

Wir bieten am 27.11.2011, dem ersten Advent, im Zen-Do-Alt-Saarbrücken eine Zen-Meditation im Antaiji-Stil vormittags von 9 bis 13 Uhr an.

Natürlich in der Stille, so wie es im Advent ab und zu sein sollte.

Wer also die Stille genießen will und sich selbst in dieser Stille aushalten kann, ist herzlich eingeladen.

Den Buddha-Weg zu erfahren, bedeutet sich selbst zu erfahren.
Sich selbst zu erfahren, heißt sich selbst zu vergessen.
Sich selbst zu vergessen, heißt, sich selbst wahrzunehmen in allen Dingen. (Meister Dogen, 1200-1253)

Wir tragen unsere eigenen, persönlichen Ansichten mit uns herum, von denen wir ständig beherrscht werden.
Wenn wir sie einfach nur loslassen, werden wir eins mit dem Universum sein.
(Sawaki Kodo Roshi, 1880-1965)


Wir treffen uns in der oberen Spichererbergstraße in Alt-Saarbrücken, Buslinie 121, Haltestelle Vierziger Grab.
Meditationskissen und Meditationsbänkchen sind in begrenzter Zahl vorhanden. Es ist auch möglich, auf einem normalen Stuhl zu meditieren. Bequeme Kleidung ist von Vorteil.

Die Teilnahme ist nach vorheriger, telefonischer Anmeldung unter dem Anschluss
0176 946 146 01 oder per Mail an zen-do-alt-sb@arcor.de möglich.

Sonntag, 14. August 2011

ZaZen am Montag

Montags, außer an Feiertagen, beginnen wir die Woche mit Zazen.

Eintreffen: 19 Uhr
Beginn 19 Uhr 15.


Nächstes und erstes ZaZen im neuen Jahr in der Gruppe am Montag, den 09.01.2012.
Wir üben natürlich jeden Tag.
Augenblick für Augenblick.

"Sitze reglos wie ein mächtiger Berg in Konzentration und denke auf dem Grund des Nicht-Denkens. Wie denkt man auf dem Grund des Nicht-Denkens? Lass die Gedanken los!
Dies macht die Kunst des Zazen aus.
Zazen bedeutet nicht, etwas von Meditation zu lernen - es ist das Tor des großen Friedens und Glücks der Lehre
.
Es ist unbeflecktes Üben und Erweisen. "

Zazengi, das elfte Kapitel des Shôbôgenzô.
Im elften Monat des Jahres 1243 der Versammlung im Kippô-Shôsha, Kreis Yoshida in der Provinz Echizen, vorgetragen
.


Die Teilnahme ist nach vorheriger, telefonischer Anmeldung unter dem Anschluss 0176 946 146 01 oder per Mail an zen-do-alt-sb@arcor.de jederzeit möglich.

Weitere Infos zur Zen-Übungsgruppe Alt-Saarbrücken.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Die Weisheit, das Ich und die Bratwurst - Muho im Nachtcafé - Muho in Saarbrücken

3sat und swr haben Muho 2008 und 2009 so vorgestellt:
"Muho - ehemals Olaf Nölke aus Berlin - ist jetzt Zen-Meister in Japan. 
Bis zu 15 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche, widmet er sich dem Zazen. 
Das ist die Bezeichnung für die Sitzmeditation im Zen-Buddhismus und der Weg zur Erleuchtung. "Letztlich muss man da schon bereit sein, durch die Hölle zu gehen. 
Oder um es ganz extrem auszudrücken: Man muss bereit sein, zu sterben auf dem Kissen, wenn man da richtig durch will und das richtig machen möchte," so Abt Muho über seine Tätigkeit.

Der Name Muho bedeutet so viel wie "offen für alle Richtungen sein“.


Ich glaube, dass es andere Wege zur Erleuchtung gibt als Zazen. 
Aber für mich ist Zazen die einfachste und reinste Art, diese Antwort zu geben. Deshalb bin ich selber nach Antaiji gekommen, deshalb biete ich jetzt als Abt anderen Leuten an, denselben Weg zu gehen. 
Aber ich behaupte nicht, dass das der einzige Weg ist. Und ich weiß noch nicht mal, ob es der einfachste Weg für jeden ist", so Muho.

Hier erfahren Sie was Muho bei 3sat in der Sendung Scobel zur Weisheit, zum ICH und zur Bratwurst zu sagen hat.


Die Wege, eine erfülltes Leben zu finden, sind vielfältig und individuell. Die einen suchen es im Konsum, gesellschaftlichem Status und großem Reichtum, andere in der besinnlichen Ruhe. Manche sind schon mehrmals gestrauchelt und haben ins normale Leben zurückgefunden. Als Gäste u.a. Thomas Anders und Abt Muho...


Mit Muho können Sie am 27. Juli 2011 im Saarbrücker Schloss über das Thema
"Zen für die Küche des Lebens"

sprechen und am 28.07.2011 können Sie im VHS-Café neben dem Saarbrücker Schloss bei einem Zazenkai von acht Uhr bis 16 Uhr mit Muho

in der Stille sitzen.

Für alle, die bis dahin oder auch später lesen wollen, was Muho zum Glück so meint : Zazen oder der Weg zum Glück




Sonntag, 29. Mai 2011

Teisho und Zazenkai mit Abt Muho am 27. und 28.07.2011 im Saarbrücker Schloss


Der Zen-Meister Muho, geboren 1968 in Berlin, leitet seit 2002 als neunter Abt das Zen Kloster Antaiji, Japan.  Er kam mit sechszehn Jahren in Deutschland mit Zen in Berührung und studierte Japanologie, Philosophie und Physik in Berlin und Kyoto. Seit ein paar Jahren bereist er im Sommer Europa und kommt jetzt zum ersten Mal nach Saarbrücken.

Die Volkshochschule Saarbrücken hat  das Teisho und das Zazenkai mit Zenmeister Muho in das Sommerprogramm 2011 aufgenommen.
Er spricht am 27.07.2011 zunächst über "Zen für die Küche des Lebens". Dieser Vortrag ist ein Teisho. Ein Teisho unterscheidet sich von einem normalen Vortrag durch das Zeigen des Dharma, der unverstellten Wirklichkeit, wie sie ist.
Das Thema basiert auf dem "Tenzo Kyokun", den Anweisungen für den Koch in einem Zen-Kloster von Zen-Meister Dogen Zenji (1200-1253).
Diese ursprünglichen Anweisungen für den Koch sind gleichzeitig auch eine Anleitung für jede Frau und jeden Mann, wie man/frau das Leben lebt oder besser, das Leben kocht.

Denn "das Leben ist keine feste Sache, keine Substanz, sondern jede Handlung unseres täglichen Lebens". (Kosho Uchiyama Roshi)

Volkshochschule Saarbrücken, Sommerprogramm 2011, Kurs Nr. 2751

Das Teisho ist auch eine gute Vorbereitung für das Zazenkai am zweiten Tag des Aufenthaltes von Abt Muho in Saarbrücken, am 28.07.2011. Ein Zazenkai ist eine ganztägige Zazen-Übung. Dabei wird Abt Muho das Zazen des reinen Sitzens (Shikantaza) in der Tradition von Sawaki Kodo Roshi, einem der früheren Äbte des Klosters Antaiji, praktizieren. 


 Sawaki Kodo Roshi im Zazen
Während des Zazenkai wird Schweigen gewahrt. Keine Kusen. Es wird auf jedes Zeremoniell verzichtet.
Zazen und Kinhin wechseln sich ab. Dauer des jeweiligen Zazen und Pausen werden von Muho am Vorabend bekanntgegeben. Um die Mittagszeit besteht die Möglichkeit , einen vegetarischen Imbiß einzunehmen.

Am Ende des Zazenkai: drei Verbeugungen. Das war`s dann? Nicht ganz!
Alle Teilnehmer haben Gelegenheit, nach dem Zazenkai mit Muho im Cafe am Schloss das Schweigen zu brechen.
Zazen wird nur um seiner selbst Willen praktiziert. Es bringt nichts, nicht den geringsten Gewinn. Eine für unsere Gesellschaft des ständigen Gewinnstrebens und der Unterhaltung und Ablenkung rund um die Uhr sehr exotische Vorstellung?
Das Zazenkai steht unter dem Motto
"Unsere Praxis ist endlos, die Erleuchtung ist anfangslos!"


Volkshochschule Saarbrücken, Sommerprogramm 2011, Kurs Nr. 2752

Die Volkshochschule Saarbrücken bittet um Anmeldung bis 12.07.2011.

Geschäftsstelle der Volkshochschule Saarbrücken
Regionalverband Saarbrücken
Altes Rathaus
66119 Saarbrücken
Ihre Ansprechpartnerinnen in der vhs-Geschäftsstelle:
Frau Margit Ludwig margit.ludwig@rsvbr.de
Telefon 0681 506 4343, Fax 0681 506 4343 
 Frau Martina Müller  martina.mueller@rsvbr.de
Telefon 0681 506 4344, Fax 0681 506 4399
Fax-Anmeldung mit Abbuchungsermächtigung unter den Fax-Nummern
0681 506 4343 und 0681 506 4399
Persönliche Anmeldung in der Geschäftsstelle im Alten Rathaus:
Hier können Sie bar von 08 Uhr 30 bis 15 Uhr 30 , vom 24.06. bis 05.08.2011 bis 14 Uhr 30 und mit EC-Karte bezahlen.

Online-Anmeldung
Bitte auf der Seite ganz nach unten scrollen und bei den Veranstaltungen mit Muho die Anmeldung über den Warenkorb oder das darunterstehende Symbol (Haken) vornehmen.


Montag, 25. April 2011

Leiden und Mitleiden

Der Wille zum Leiden und die Mitleidigen.
"Ist es euch selber zuträglich, vor allem mitleidige Menschen zu sein? Und ist es den Leidenden zuträglich, wenn ihr es seid?

Doch lassen wir die erste Frage für einen Augenblick ohne Antwort. – Das, woran wir am tiefsten und persönlichsten leiden, ist fast allen anderen unverständlich und unzugänglich: darin sind wir dem Nächsten verborgen, und wenn er mit uns aus einem Topfe ißt. Überall aber, wo wir als Leidende bemerkt werden, wird unser Leiden flach ausgelegt; es gehört zum Wesen der mitleidigen Affektion, daß sie das fremde Leid des eigentlich Persönlichen entkleidet – unsre »Wohltäter« sind mehr als unsre Feinde die Verkleinerer unsres Wertes und Willens.

Bei den meisten Wohltaten, die Unglücklichen erwiesen werden, liegt etwas Empörendes in der intellektuellen Leichtfertigkeit, mit der da der Mitleidige das Schicksal spielt: er weiß nichts von der ganzen inneren Folge und Verflechtung, welche Unglück für mich oder für dich heißt! Die gesamte Ökonomie meiner Seele und deren Ausgleichung durch das »Unglück«, das Aufbrechen neuer Quellen und Bedürfnisse, das Zuwachsen alter Wunden, das Abstoßen ganzer Vergangenheiten – das alles, was mit dem Unglück verbunden sein kann, kümmert den lieben Mitleidigen nicht: er will helfen und denkt nicht daran, daß es eine persönliche Notwendigkeit des Unglücks gibt, daß mir und dir Schrecken, Entbehrungen, Verarmungen, Mitternächte, Abenteuer, Wagnisse, Fehlgriffe so nötig sind wie ihr Gegenteil, ja daß, um mich mystisch auszudrücken, der Pfad zum eigenen Himmel immer durch die Wollust der eigenen Hölle geht.

Nein, davon weiß er nichts: die »Religion des Mitleidens« (oder »das Herz«) gebietet zu helfen, und man glaubt am besten geholfen zu haben, wenn man am schnellsten geholfen hat! Wenn ihr Anhänger dieser Religion dieselbe Gesinnung, die ihr gegen die Mitmenschen habt, auch wirklich gegen euch selber habt, wenn ihr euer eigenes Leiden nicht eine Stunde auf euch liegen lassen wollt und immerfort allem möglichen Unglücke von ferne her schon vorbeugt, wenn ihr Leid und Unlust überhaupt als böse, hassenswert, vernichtungswürdig, als Makel am Dasein empfindet: nun, dann habt ihr, außer eurer Religion des Mitleidens, auch noch eine andere Religion im Herzen, und diese ist vielleicht die Mutter von jener – die Religion der Behaglichkeit. Ach, wie wenig wißt ihr vom Glücke des Menschen, ihr Behaglichen und Gutmütigen! denn das Glück und das Unglück sind zwei Geschwister und Zwillinge, die miteinander großwachsen oder, wie bei euch, miteinander – klein bleiben!

Aber nun zur ersten Frage zurück. – Wie ist es nur möglich, auf seinem Wege zu bleiben! Fortwährend ruft uns irgendein Geschrei seitwärts; unser Auge sieht da selten etwas, wobei es nicht nötig wird, augenblicklich unsre eigne Sache zu lassen und zuzuspringen. Ich weiß es: es gibt hundert anständige und rühmliche Arten, um mich von meinem Wege zu verlieren, und wahrlich höchst »moralische« Arten! Ja, die Ansicht der jetzigen Mitleid-Moralprediger geht sogar dahin, daß eben dies und nur dies allein moralisch sei – sich dergestalt von seinem Wege zu verlieren und dem Nächsten beizuspringen.
Ich weiß es ebenso gewiß: ich brauche mich nur dem Anblicke einer wirklichen Not auszuliefern, so bin ich auch verloren! Und wenn ein leidender Freund zu mir sagte: »Siehe, ich werde bald sterben; versprich mir doch, mit mir zu sterben« – ich verspräche es, ebenso wie mich der Anblick jenes für seine Freiheit kämpfenden Bergvölkchens dazu bringen würde, ihm meine Hand und mein Leben anzubieten – um einmal aus guten Gründen schlechte Beispiele zu wählen. Ja, es gibt eine heimliche Verführung sogar in alle diesem Mitleid-Erweckenden und Hilfe-Rufenden: eben unser »eigener Weg« ist eine zu harte und anspruchsvolle Sache und zu ferne von der Liebe und Dankbarkeit der anderen – wir entlaufen ihm gar nicht ungern, ihm und unserm eigensten Gewissen, und flüchten uns unter das Gewissen der anderen und hinein in den lieblichen Tempel der »Religion des Mitleidens«.
Sobald jetzt irgend ein Krieg ausbricht, so bricht damit immer auch gerade in den Edelsten eines Volkes eine freilich geheim gehaltene Lust aus: sie werfen sich mit Entzücken der neuen Gefahr des Todes entgegen, weil sie in der Aufopferung für das Vaterland endlich jene lange gesuchte Erlaubnis zu haben glauben – die Erlaubnis, ihrem Ziele auszuweichen – der Krieg ist für sie ein Umweg zum Selbstmord, aber ein Umweg mit gutem Gewissen. Und, um hier einiges zu verschweigen: so will ich doch meine Moral nicht verschweigen, welche zu mir sagt: Lebe im Verborgenen, damit du dir leben kannst! Lebe unwissend über das, was deinem Zeitalter das Wichtigste dünkt! Lege zwischen dich und heute wenigstens die Haut von drei Jahrhunderten! Und das Geschrei von heute, der Lärm der Kriege und Revolutionen soll dir ein Gemurmel sein!

Du wirst auch helfen wollen: aber nur denen, deren Not du ganz verstehst, weil sie mit dir ein Leid und eine Hoffnung haben – deinen Freunden: und nur auf die Weise, wie du dir selber hilfst – ich will sie mutiger, aushaltender, einfacher, fröhlicher machen! Ich will sie das lehren, was jetzt so wenige verstehen und jene Prediger des Mitleidens am wenigsten – die Mitfreude!"
Ein Auszug aus der neuesten Ausgabe von
 Lotus in the fire
May and June 2011
(von Muho)
Den vollständigen Text finden Sie auf http://antaiji.dogen-zen.de/eng/201105.shtml

Sonntag, 10. April 2011

Zen-Meister Muho, Abt des Zen Klosters Antaiji in Japan


kommt im Juli 2011 nach Saarbrücken.
Am 27.07.2011 hält er ein Teisho, eine Art Vortrag, zu dem Thema "Zen für die Küche des Lebens". Es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Das Thema basiert auf dem "Tenzo Kyokun", den Anweisungen für den Koch in einem Zen-Kloster von Zen-Meister Dogen Zenji (1200-1253).
Das Tenzo Kyokun ist Teil eines Regelwerkes über das praktische Leben des Alltags; ursprünglich für das Leben der Klostermönche bestimmt.
Die nachfolgenden Zen-Meister haben jedoch sehr schnell erkannt, dass die Anweisungen für den Koch keinesfalls nur wörtlich zu nehmen sind. Sie sind eine Anleitung für jede Frau und jeden Mann, die den Weg des Zen gehen wollen.

Wie koche ich mein Leben mit Zazen?

"Leben ist keine feste Sache, keine Substanz, sondern jede Handlung unseres täglichen Lebens."
"Was immer Euch begegnet, ist euer Leben."

Beide Zitate entstammen aus dem Buch "Zen für die Küche und das Leben" von Kosho Uchiyama Roshi, einem der früheren Äbte des Klosters Antaiji, dem jetzt Abt Muho vorsteht.

Am 28.07.2011 wird Abt Muho in Saarbrücken ein Zazenkai, also eine ganztägige Zen-Übung in der Stille leiten. An diesem Zazenkai kann jede Frau und jeder Mann, auch ohne Meditationserfahrung, teilnehmen. Voraussetzung ist nur, die Stille und sich selbst aushalten zu können.

Nähere Informationen zum Veranstaltungsort und zu den Anfangszeiten in Kürze hier.

Montag, 4. April 2011

Bücher- und Videoliste

Der Mensch ist neugierig und will auch mal was lesen. Alle Bücher gibt es nicht nur online.
Der Buchhändler vor Ort freut sich auch, Ihnen diese Bücher zu verkaufen.
Deshalb keine Links zu den bekannten Online-Händlern. Die kennt ja jeder.
Hier eine kleine und natürlich subjektive Auswahl zum Thema "Zen" mit dem notwendigen Blick über den Gartenzaun:

Zazen oder der Weg zum Glück von Abt Muho, rororo Taschenbuch, 2007
Wir alle sind auf der Suche nach Glück - doch was macht Glück eigentlich aus?
Muho meint: "Glück bedeutet loslassen."

Zen für Küche und Leben von Kosho Uchiyama Roshi, Angkor Verlag 2007
Interpretation des Tenzo Kyokun (Anweisung für den Koch) von Meister Dogen.
Kein "Kochbuch" der üblichen Art. Hier geht es um Rezepte zur Lebensführung für jederfrau und jedermann. Wie koche ich mein Leben?

Das Leben meistern mit Zazen von Kosho Uchiyama, Angkor Verlag 2008
Ein Einstieg in die Welt des Zen für Anfänger. Wie kann man seine Gedanken loslassen?
Das Atmen beim Zen. Über Spielzeuge, Spielereien und die Realität des Seins.

An Dich: Zen-Sprüche von Kodo Sawaki, Angkor Verlag März 2011
"Jeder einzelne von uns wird mit der Welt geboren und stirbt mit der Welt.
Denn jeder lebt mit seiner eigenen Welt."

Zen ist die größte Lüge aller Zeiten von Kodo Sawaki, Angkor Verlag 2005
"Alle machen sich lustig, weil du ein Nichtsnutz bist? Du musst dich nur selbst finden. Finde deine eigenen, persönlichen Stärken. Gründe dich fest auf dich selbst, ruhe stabil in dir selbst."

Zen-Geist  Anfänger-Geist von Shunryu Suzuki, Theseus Verlag, 2002
"Wenn ihr in der richtigen Weise, mit dem rechten Verständnis sitzt, dann gewinnt ihr die Freiheit des Seins, obwohl ihr nur eine zeitliche Existenz seid."

Philosophie des Zen-Buddhismus von Byung-Chul Han, Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart, 2002
Byung Chul Han ist Professor für Philosophie und Medientheorie an der Uni Karlsruhe und philosophiert hier über die (zen-buddhistische) Religion ohne Gott, Leere, Niemand, Nirgends wohnen, den Tod und die buddhistische Freundlichkeit.
Er vergleicht den Zen-Buddhismus mit der Philosphie von Platon, Leibnitz, Fichte, Hegel Schopenhauer, Nietzsche und Heidegger; ohne jedoch philosophische Laien zu langweilen. Im Gegenteil, man bekommt Lust darauf, die genannten, westlichen Philosophen kennen zu lernen. Japanische Haikus, z.B. von Meister Basho, versetzen die/den Leser/in in die richtige Stimmung.

Und jetzt der Blick über den Gartenzaun:
Bevor ich war, bin ich von Sri Nisargadatta Maharaj, Noumenon Verlag, 2011
"Das Wissen, dass Sie sind, ist Gott. Ehren Sie das, dann
werden Sie eines Tages realsieren, dass Sie kein Individuum sind.
Sie werden erkennen, dass Sie das universelle Bewusstsein sind,
das nicht leiden kann; für dieses Bewusstsein gibt es keinen Schmerz
und kein Vergnügen. Zu dieser Kenntnis werden Sie nicht durch den Intellekt
kommen. Die Meditation wird durch das Bewusstsein selbst getan."

Das Buch der Spontaneität - Über den Nutzen der Nutzlosigkeit und die Kultur der Langsamkeit
von Meister Zhuangzi, Windpferd Verlagsgesellschaft, Edition Schneelöwe, 1.Auflage 2008
"Fröhlichkeit und Zorn, Kummer und Freude, Sorgen und Bedauern, Zaudern und Verzagtheit, Unsicherheit und Verzweiflung, Offenheit und Betroffenheit. Sie alle sind wie das Klingen von leeren Röhren, wie Pilze, die aus bloßer Feuchtigkeit sprießen.
Tag undNacht wechseln sie sich in uns ab, doch niemand weiß, woher sie kommen.
Genug! Genug! Im Augenblick, wo du Dies erfasst, begreifst du, woher sie kommen!"

"Sitzen und Vergessen", (...) "Sitzen in Versunkenheit" (...) - "ist der Königsweg der Annäherung an das Nichthandeln, in dem nichts ungetan bleibt".

...wird fortgesetzt

Dienstag, 22. März 2011

Zen Übungsgruppe Alt Saarbrücken




Zazen und Kinhin

Wir sind eine unabhängige Zen-Meditatitions-Übungsgruppe und gehören keiner Organisation oder Vereinigung an. 
Wir sind keinem Meister, keiner Meisterin verpflichtet. 
Wir stehen aber dem Zen-Meister Muho, dem Abt des Zen-Klosters Antaiji, Japan nahe.
Wir praktizieren das Zazen des reinen Sitzens (Shikantaza), ohne jedes unnötige Beiwerk. Wir wollen aber mehr als "nur" Meditation. Wir wollen Zen als Lebensweise in unseren Alltag übertragen. Nichts Heiliges!
Den Buddha-Weg zu erfahren, bedeutet sich selbst zu erfahren. Sich selbst zu erfahren, heißt sich selbst zu vergessen. Sich selbst zu vergessen, heißt, sich selbst wahrzunehmen in allen Dingen.
 
(Meister Dogen, 1200-1253)
"Richte dein Augenmerk auf dich selbst, und wo du dich findest, da lass ab von dir. Das ist das Allerbeste."
(Meister Eckhart, 1260-1328)
"Lass los und sieh, es füllt deine Hände." Meister Dogen (1200-1253)
Wir treffen uns grundsätzlich jede Woche donnerstags in unserem Zendo in Saarbrücken, Folsterhöhe, Königsbruch 1 in der Geschäftsstelle des Judo-Clubs Folsterhöhe Alt-Saarbrücken um 19 Uhr und beginnen das Zazen (zwei mal 30 Minuten) um 19 Uhr 15. Zwischen den beiden Zazen-Einheiten üben wir Kinhin.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur die Bereitschaft und das Bedürfnis, in der Stille zu sitzen und die Stille und sich selbst auszuhalten.
Meditationskissen sind in begrenzter Zahl vorhanden. Es ist auch möglich, auf einem normalen Stuhl zu meditieren. Bequeme Kleidung ist von Vorteil.

  - Sitzen in der Stille -


Info: zen-do-alt-sb@arcor.de